Sa 31.10.2026 | Napoli – Battipaglia

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Via

  • Pompei
  • Cava de Tirreni
  • Salerno

Infos

  • 75 km
  • 4:17 h
  • 3.5 l
  • Bed & Breakfast
  • Stella di Mare B&B Casa Vacanze
  • EUR 50.00 (inkl. Frühstück)

Strava

Nachdem ich am Frühstücksbuffet wieder voll reingehauen habe (Müsli mit Joghurt, Croissant und Brot mit Butter und Konfitüre, Reis mit Ei und Mais, zwei Stück Kuchen, Multivitaminsaft und eine heisse Schokolade), ging ich wieder ins Zimmer im zweiten Stock, trug meine Packtaschen zum Lift, liess den abgeschlossenen Raum öffnen, indem sich mein Fahrrad befand, und fuhr kurz nach 09.00 Uhr wieder los.

Bis ich nach 50 Kilometern Cava de Tirreni hinter mir gelassen hatte, machte die heutige Etappe nicht viel Spass. Das war auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, die einzeln oder in Kombination permanent vorhanden waren: Kilometerlang holpernde Strassen infolge Kopfsteinpflaster oder grosser Steinplatten; Stau (teilweise alle paar Hundert Meter!); Zweite Reihe-Parker, welche Staus verursachten; Busse, welche mitten auf der Fahrbahn anhielten und Stau verursachten; Zahlreiche Verkehrsteilnehmer, welche den Blinker nicht als Vorankündigung einer Aktion verwenden, sondern als Bestätigung; Kreuzungen mit Einfädelsystem (obwohl die einbiegende Strasse eigentlich eine Stop-Markierung hast…); Kreisel, bei denen offenbar niemand weiss, wer Vortritt hat, und daher immer alle stehenbleiben; Kein Ausblick auf die Landschaft und nur schäbige Gebäude entlang der Strasse.

Dies war nicht nur auf der Route der EuroVelo 7 so, sondern auch, als ich in Pompei eine Abkürzung durchs Landesinnere in Richtung Salerno nahm. Die EuroVelo 7 folgt weiter der Küste und geht durch Amalfi, was landschaftlich sicher schön sein könnte – aber wenn ich dafür tausende von Höhenmeter erklettern und mich dabei auf engen Strassen mit unzähligen Automobilisten rumschlagen muss, könnte ich dies vermutlich trotzdem nicht geniessen.

Meine Abkürzung führte via Cava de Tirreni lediglich auf eine Höhe von 200 m ü. M. hinauf, und später in Salerno war nochmals eine kleinere Steigung zu erklimmen. So kam ich ohne grosse Kletterei um diesen Zipfel – der nächste gebirgige Abschnitt ist aber nicht mehr weit…

Ab dem Zentrum von Salerno ging es wieder flach der Mittelmeerküste entlang. Kurz nach dem Einkaufen in der Agglomeration – da waren es noch 14 Kilometer zum Etappenende – erreichte ich den nächsten Meilenstein der Tour: 9’000 Kilometer sind erreicht! Und wenig später begann es zu tröpfeln… Auch wenn man manchmal sah, dass mehr Tropfen auf der Lenkertasche landen, wurde ich nie richtig nass – und es gab immer wieder auch ganz trockene Phasen.

Ich trat nun mit aller Kraft in die Pedale, um die Unterkunft so rasch wie möglich zu erreichen und nicht doch noch in einen veritablen Regenschauer zu geraten. Da holte mich noch ein Franzose aus Chamonix mit seinem Leichtgepäck-Setup ein; er startete zu Hause und fährt zum Ätna. Er macht deutlich längere Tagesetappen als ich, so im Bereich von 200 Kilometern – nun, er muss nach der Tour auch wieder arbeiten gehen… Nach dem kurzen Gespräch auf dem Rad nahm er jedenfalls wieder seinen Speed auf und eilte davon. Ich hatte da nur noch ein paar Hundert Meter vor mir und fand das B&B problemlos.

Nach dem Self Check-in habe ich meine Taschen ins Zimmer getragen, und das Fahrrad auch noch dazu. Das Zimmer ist gross genug, es hat neben meinem King Size-Bett auch noch ein Etagenbett – und das Badezimmer ist fast so gross wie damals mein gesamtes Appartement in Florenz!

So, nun noch das Monatsvideo und den Newsletter fertigstellen, denn es ist ja schon wieder Monatsende!


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