Ab 6 Uhr wรคlzte ich mich nervรถs im Bett herum, denn ich wollte den Rรผckflug nicht verpassen!
Kurz vor 7 Uhr stand ich dann auf, und auf dem Weg zur Toilette hรถrte ich dann, dass die anderen Schweizer auch hier sind. Ich liess sie aber weiterschlafen…
Um 07.30 Uhr ging ich dann in die Kรผche zum Morgenessen, und der Finne wie auch die beiden aus Buenos Aires erschienen auch zur selben Zeit. Die anderen machen aber „nur“ Tagesausflรผge, ich reise ein bisschen lรคnger… Danach nochmals die Zรคhne putzen, fertig packen und das Gepรคck beschriften. Um 08.20 Uhr packte ich dann den Fahrradkarton und lief damit zum Eingangstor. Pamela wollte mir zeigen, wo ich ihn am besten fรผr ein paar Minuten deponieren kann, doch da fuhr bereits „mein“ Transporter vor. Und dahinter parkierte auch gleich das Taxi fรผr die Porteรฑas. So holte ich das restliche Gepรคck, verabschiedete mich von Pamela – und los gings mit der Klapperkiste zum Flughafen.
Dort angekommen, meldete ich mich gleich beim Zoll – doch die Dame konnte nicht viel mit meiner Geschichte anfangen. Der Zรถllner hatte vor 3 Wochen wirklich nur das e-Ticket gestempelt, ohne Unterschrift? Und ich habe keine anderen Papiere? Sie liess mich dann eine Kopie vom e-Ticket machen, warf einen Blick in mein รผbriges Gepรคck, bis sie dann nach einer halben Stunde einen Kollegen vom Einfuhrzoll anrief. Dieser kam dann wenig spรคter, warf kurz einen Blick auf meine Papiere – und winkte mich dann durch. Alles in Ordnung. Puh, durchschnaufen!
Dann an den Schalter von LAN zum einchecken, wo dann innert einer weiteren halben Stunde die Schlange vor mir abgearbeitet wurde. Dabei war ich auch froh, dass noch weitere Leute hinter mir waren. Ich war zwar mehr als 2 Stunden vor Abflug am Flughafen, aber nun sind es nur noch 50 Minuten…
Immerhin musste ich den Fahrradkarton (nun nur noch 28 kg) nicht an einem separaten Schalter abgeben, sondern er wurde direkt beim Check-in auf das Fรถrderband gehievt. Allerdings ist der Rรผckflug fรผr das Fahrrad mit 216 US-Dollar (inklusive irgendeine Argentinische Steuer) etwas teurer als die CHF 94 beim Hinflug. Aber im Schnitt habe ich trotzdem etwas weniger bezahlt als erwartet…
Ich hatte noch 80 Pesos, wovon ich 65 im Duty Free-Shop versenkte. Und mit dem Rest kommt man nicht mehr wirklich weit…
Aufmerksame Leser haben sicher festgestellt, dass ich auf dieser Reise ein wichtiges Element hรถchstens zwei- oder dreimal angedeutet habe: den Wind. Natรผrlich gab es den auch auf dieser Reise, wobei ich etliche Kilometer vom Rรผckenwind profitieren konnte. Und hatte ich mal Gegenwind, war das eigentlich nie den ganzen Tag, sondern der Wind drehte oft wรคhrend des Tages. So kann ich mich noch gut an den zweiten Tag erinnern, wo mir nach wenigen Kilometern eine steife Brise entgegenwehte. Nach und nach drehte aber der Wind, so dass ich auch mal Rรผckenwind hatte. Oder an den zweitletzten Tag, die Abfahrt von Las Cuevas nach Uspallata: zuerst kein Wind, schรถn dahinrollend, dann im Gegenwind bergab strampelnd, und schlussendlich schob mich der Wind in ein Gewitter hinein! Eines lรคsst sich aber mit Sicherheit sagen: Nachmittags ist der Wind jeweils stรคrker als vormittags, und am frรผhen Morgen herrscht oft Windstille.
Nach dem Flug nach Santiago de Chile ging es bald auf den Langstreckenflug Richtung Madrid. Da verstehe ich schon nicht, warum Leute eine halbe Stunde vor Gateรถffnung eine lange Schlange bilden, wenn man danach sowieso 13 Stunden in einem Flugzeug sitzt. So verlรคngert man ja freiwillig die Zeit, auf engem Raum eingepfercht zu sein… Und da ich mein Handgepรคck sowieso unter den Vordersitz lege, muss ich mir keine Gedanken um den Stauraum machen und kann noch ein bisschen die Fรผsse im Flughafen vertreten…
Der Flug nach Madrid verlief dann reibungslos, und nach dem Broccoli-Streifen zu Adeles Titelmusik habe ich dann auch ein paar Stunden geschlafen, bis wir kurz vor 7 Uhr in Madrid landeten. Danach weiter nach Zรผrich, nochmals ein Stรผndchen schlafen, bis wir dann durch die dicke Wolkendecke fliegen, erst kurz vor der Landung den Boden erblicken – und Schneespuren entdecken! Im leichten Schneetreiben und bei entsprechend kรผhlen Temperaturen mussten wir dann vom Flugzeug in den Shuttle-Bus umsteigen. Und beim Wegfahren sah ich dann, dass mein Fahrradkarton auch in Zรผrich angekommen ist.
So konnte ich in Ruhe das Zugbillet lรถsen, das Gepรคck in Empfang nehmen, das Nรถtigste einkaufen, mich dann nach Hause bringen lassen und somit diese Tour am Ostersonntag um 14 Uhr beenden.


















