Nun rollt das schwer beladene Tourenrad wieder…!
Mit einer Vorbereitung von 1’650 km in den Beinen startete ich heute morgen zur Radtour 2018. Zuerst ging es mit 40 km/h das Lüsseltal hinunter, bis Urs mit seinem Traktor abbog. Bei herrlichem Wetter und angenehmen Temperaturen ging es dann ein bisschen weniger schnell weiter, und von Büsserach bis Laufen schränkte die hohe Luftfeuchtigkeit die Sicht etwas ein.
Danach ging es auf die Internationale – ich glaube, diesen Abschnitt habe ich bisher immer nur in Flussrichtung bewältigt. Nun ging es aber von Kleinlützel bis Lucelle leicht bergauf – und trotzdem konnte ich ein relativ hohes Tempo anschlagen. Nach dem Start etwas nach 08.30 Uhr war ich ja schon um 09.45 Uhr in Kleinlützel, und eine Stunde später in Charmoille.
Danach ging es am Rande der Ajoie auf den Radwegen nicht mehr ganz so schnell, und am Fusse vom Col de la Croix legte ich meine erste Essenspause ein. Frisch gestärkt ging es den Berg hoch – meistens im ersten Gang, aber immerhin vorwärts!
Was war ich froh, als ich den Kulminationspunkt erreicht hatte – und wenige Minuten später war ich bereits in St-Ursanne im Tale unten. In der Routenplanung hatte ich da eine Zusatzschleife eingebaut. Diese war zwar nur 5 km lang, hatte es aber in sich! Brutal steile Höhenmeter waren zuerst zu erklimmen, dann eine noch steilere Abfahrt zu bewältigen, anschliessend ging es von Feldweg auf Single Trail über. Immerhin war es da aber wieder relativ eben…
So war ich dann eine Stunde später wieder in St-Ursanne, und es galt „nur“ noch, die verbleibende Distanz nach Saint-Hippolyte dem Doubs entlang zu fahren. Aber die bisherige Strecke spürte ich nun in den Beinen, und die gnadenlos auf das Haupt niederbrennende Sonne zog mir die letzte Kraft aus dem Körper. Ich liess mich dadurch aber nicht entmutigen, denn es waren ja nur noch etwas mehr als 30 km und noch nicht einmal 14 Uhr!
So legte ich mehrere Schattenpausen ein – zuerst auf Schweizer Boden, nach 75 Fahrkilometern dann entgültig in Frankreich, und fuhr so dem Tagesziel entgegen. Hilfreich auf den letzten 22 km war natürlich, dass jeder Kilometer mit einem Countdown-Stein markiert ist!
In Saint-Hippolyte angekommen besuchte ich zuerst den Supermarkt, bevor ich die letzten Meter zum Campingplatz unter die Räder nahm. Gegen 16.30 Uhr kam ich dort an, suchte mir ein schattiges Plätzchen und machte es mir zuerst auf dem Luftsack gemütlich. Erst später startete ich den Zeltaufbau, stellte mich unter die Dusche und nahm den Kocher in Betrieb. Heute Nacht werde ich sicher gut schlafen!


















