War das ein Empfang heute morgen in Riesa – kaum war der Zug um 07:30 angekommen, öffneten sich die Himmelsschleusen und es schüttete wie aus Kübeln! Da ich im City Night Liner kurz vor Riesa durchgefahren bin, wusste ich glücklicherweise, dass dahinter eine trockenere Periode folgt. Daher wartete ich 30 Minuten vor dem Bahnhof und beobachtete die Weltuntergangsstimmung, dann hatte sich das ganze zu einem leichten Nieselregen beruhigt. Und nach wenigen Kilometern konnte ich dann den Regenschutz ausziehen und zum Trocknen auf dem Gepäck festbinden.
So ging es dann flott los – so hatte ich wenigstens das Gefühl. Dass mein Velocomputer ein Sensibelchen ist und sich nicht immer auf Anhieb mit einem Fahrrad versteht, wusste ich bereits. Deshalb fuhr ich diese Woche zweimal mit dem Tourenbike ins Büro und zurück, und alles klappte einwandfrei. Doch heute hat er partout gestreikt… Lag es an der Feuchtigkeit? Ist die Batterie am Radsensor leer? Während der Fahrt zum Nachtessen hat er jedenfalls wieder funktioniert, deshalb hoffe ich auf ersteres. Und sonst wird Morgen die Ersatzbatterie rasch griffbereit sein…
Aber das war leider noch nicht alles Ungemach für heute. Als ich um die Mittagszeit nach einer Verpflegungspause wieder weiterfahren wollte, hatte der Vorderreifen einen Platten. Da hat sich doch tatsächlich ein Metalldorn durch den Reifen gebohrt! Mal schauen, wie lange die Doppelflick-Lösung (einer auf den Schlauch, der andere auf die Mantel-Innenseite) hält…
Von der Landschaft und Strecke her war es ein gemütlicher Start. Mit einer Ausnahme (8% Steigung während ca. 300 Meter) war es ziemlich eben. Solche Verhältnisse sind natürlich ideal für Wind, doch versuchte ich diesen so gut wie möglich zu ignorieren. Und in den zahlreichen Alleen ist man auch ein bisschen abgedeckt – an den Windturbinen kann er sich viel besser nützlich machen! Auch die Lausitzer Heidelandschaft hat meinem Auge sehr gut gefallen – und am Schluss ging es auch durch etliche Wälder und kleinen Seen und Teichen vorbei.
Apropos See: Eine touristische Informationstafel mit Karte wie in Ruhland sieht man nicht alle Tage. Schliesslich war dort ein „geplanter See“ eingezeichnet. Wer plant denn einen See? Nun ja, sicher besser so was zu planen als wie jener beim Zeltplatz von Gross Särchen, wo vor über 60 Jahren ein Bergtagebau unabsichtlich geflutet wurde…


















