Voltaren wirkt! Schon gestern Abend konnte ich deutlich besser laufen, heute konnte ich ganz normal in die Pedale treten. Nur wenn ich die Zehen bewege, spüre ich noch ein leichtes Ziehen auf dem Fussrist – und unterhalb vom Knöchel hat sich mittlerweile eine blaue Stelle gebildet.
Zur Toilette bin ich gestern Nacht aber nie gelaufen – ich nahm jeweils das Fahrrad. Damit war ich schneller, und auf dem flachen, hell beleuchteten Asphaltband musste ich kaum treten. Zudem blieb es warm, so dass ich wieder mit geöffneter Apsis schlief.
Am Morgen gab es eine Startverzögerung, ich fuhr erst nach 09.00 Uhr los. bei den nächtlichen Ausfahrten hat sich die Gepäckträger-Schraube wieder gelockert! Leider steckt die Schraube in einem Endlos-Gewinde und lässt sich nicht mehr satt anziehen. Zum Glück hatte ich noch eine etwas längere Schraube im Gepäck, so dass ich die Chose mit einer Kontermutter fixieren konnte.
Ein paar andere Radler habe ich heute mehrmals gesehen – je nach Pauseneinteilung überholte ich wieder oder wurde wieder eingeholt. Auch das Pärchen aus Österreich, mit dem ich gestern ein paar Kilometer unterwegs war, ist bei meiner heutigen Mittagspause an mir vorbeigefahren.
Im Gegensatz zum Radweg an der Saône von vor zwei Tagen waren die häufigen Flussüberquerungen auffällig. Damals ging es nur in Mâcon ans andere Flussufer und kurz vor Lyon wieder zurück, heute war ich mal auf der linken, mal auf der rechten Seite der Rhone. Auch die Einmündungen von anderen Flüssen mussten mit langen Brücken überspannt werden, wie zum Beispiel jene der Isère.
Beim Campingplatz kam ich kurz nach 16.00 Uhr an, während der „Winter-Saison“ öffnet die Reception allerdings erst um 17.00 Uhr. Ich packte daher meinen Campingstuhl aus und ass im Schatten einen Fleischsalat, bevor ich mich an die Planung der nächsten Tage machte. Ich war allerdings nicht der Einzige, der warten musste: Als die Reception bereits um 16.45 Uhr öffnete, warteten fünf Camper hinter mir. Mit den ersten beiden aus Deutschland habe ich mich während dem Warten unterhalten; sie sind aus der Umgebung von Barcelona „geflüchtet“, da es dort Starkregen gab und die Campingplätze überschwemmt sind.
Hier im Rhonetal soll es am Mittwoch und Donnerstag auch regnen – für mich also eine Gelegenheit, eine Pause einzulegen. Im zweiten Anlauf hat es auf Booking.com auch geklappt, eine Unterkunft zu buchen – beim ersten Versuch wurde nur das Geld abgebucht…
