Sowohl Michael wie auch ich waren um 7.45 Uhr bereit, den Campingplatz zu verlassen. Obwohl wir beide Richtung Berchtesgaden unterwegs sind, trennten sich unsere Wege bei der Ausfahrt vom Campingplatz. Er fuhr nach rechts und folgte dem Bodensee-Kรถnigssee-Radweg, wรคhrend ich nach links abbog und meine eigene, etwas hรผgeligere Route weiter verfolgte. So nahm ich bald die sanfte Steigung zum Ursprungpass in Angriff.
Weniger nett war es auf der รถsterreichischen Seite. Obwohl es den Berg runter ging, waren mehrere giftige Gegenanstiege drin, bis ich endlich in Kufstein die Talsohle erreicht hatte.
Von dort aus ging es ein paar Kilometer dem Inn entlang, sah in Oberaudorf beim Abbiegen zum Walchsee noch Rosenheim-Cops und hรผpfte wieder รผber die Landesgrenze. Am Walchsee machte ich dann den „Fehler“, dem Radweg zu folgen. Da gab es zwar deutlich weniger Verkehr, dafรผr deutlich mehr Hรถhenmeter zu รผberwinden… Aber die Schlussabfahrt nach Kรถssen war dann auch zum Geniessen!
Reit im Winkl erreichte ich so um 13 Uhr, und die Distanz wie auch die Hitze begannen, an den Krรคften zu zehren. Der Radweg Richtung Ruhpolding war zwar im Schatten, aber auf der Schotterpiste kam ich kaum mehr vorwรคrts. Was war ich froh, wo ich den hรถchsten Punkt von diesem Teilstรผck erreicht hatte und der weiterfรผhrende Radweg gesperrt war! So konnte ich auf der Teerstrasse meine letzten Krรคfte mobilisieren, am Biathlon-Stadion vorbeiziehen und doch noch Ruhpolding erreichen.
In Ruhpolding steuerte ich gleich den Campingplatz an und beschรคftigte mich gleich mit dem Zelt. Durch eine ungeschickte Manipulation brach mir in Reutte eine Zeltstange, welche ich gestern wenig erfolgreich reparierte. Heute hatte ich eine neue Idee mit Hering und Kabelbinder, und diese Konstruktion scheint zu funktionieren.


















