Frühstück gab es eine Stunde später als gestern, also erst ab 8 Uhr. So war zuerst grosses Ausschlafen angesagt! 45 Minuten nach Beginn der Nahrungsaufnahme stieg ich dann auf das beladene Fahrrad und konnte noch ein paar weitere Kilometer Abfahrt geniessen. Auch später im Verlaufe des Tages ging es zwar hin und wieder sanft bergauf, aber dann auch bald wieder auf der anderen Seite auf weiterhin schwach befahrenen Strassen wieder hinunter. Obwohl ich mich nochmals deutlich besser fühlte, mochte ich die Steigungen noch nicht attackieren – zuerst soll sich der Körper vollständig erholen!
Um die Mittagszeit legte ich wieder eine zweistündige Pause auf dem Luftsack ein, und dieses Mal musste ich mich nicht zum Essen zwingen – das Sandwich kam meinem Magen ziemlich gut an!
Danach fuhr ich noch die letzten Kilometer bis Toulon-sur-Arroux, meinem Tagesziel. Kurz vor 15 Uhr trudelte ich im Ort ein und musste nur ein paar Minuten warten, bis der Gemischtwarenladen im Zentrum öffnete. Mit dem Nötigsten eingedeckt fuhr ich zum Campingplatz – und musste mit Schrecken feststellen, dass es sich nur um einen Stellplatz für Wohnmobile handelt!
Zum Glück war ich früh dran, und ich folgte meiner Route weiter zu dem ca. 12 Kilometer entfernten Gueugnon. Dort war ab dem Dorfeingang auch ein Campingplatz ausgeschildert, welcher sich auf der anderen Seite vom Ort befand. Auf dem Campingplatz angekommen, machte dieser einen ziemlich verwaisten und trostlosen Eindruck mit versperrten Toren. Ist heute Freitag der 13. oder was?
Nun, es waren nur noch weitere 14 Kilometer bis Digoin und ich war zeitlich immer noch gut drin. Ich setzte alle meine Hoffnung auf den dortigen Campingplatz und liess nun auf der stärker befahrenen Strasse meiner Beinmuskulatur ihre Kraft entfalten.
Mit MAPS.ME fand ich den kürzesten Weg durch den Ort abseits von normalen Strassen und konnte um 17.20 Uhr mein Zelt aufschlagen. Hier habe ich nun doch noch einen passenden Platz für das Nachtlager gefunden und krönte den Abend im Restaurant mit „Boef Bourgogne“ – in den letzten Tagen hatte ich ja genug dieser Rinder entlang der Strasse gesehen!


















