Do 30.07.2026 | Helensburgh – Culzean

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Via

  • Clydebank
  • Paisley
  • Paisley
  • Lochwinnoch
  • Kilwinning
  • Prestwick
  • Ayr

Infos

  • 124 km
  • 7:30 h
  • 6.00 l
  • Camping
  • Culzean Castle Camping and Caravanning Club Site
  • GBP 9.78

Strava

Wow, die zwei Ruhetage haben meinen Beinen echt gut getan! Ich hatte da heute mรคchtig Kraft drin, so dass ich in den Anstiegen entweder die grossen Gรคnge durchtreten konnte oder mit einem kleineren Gang mit hoher Kadenz hochfuhr. Und sogar der zeitweilige Gegenwind konnte mir wenig anhaben!

Bei trockenen Bedingungen fuhr ich um 07.15 Uhr los – und ich konnte sogar nur mit dem Kurzarmhemd รผber dem Thermo-Unterhemd losfahren. Ich hatte auch zwei unterschiedlich dicke Langarmhemden griffbereit bereitgelegt. Diese benรถtigte ich den ganzen Tag nicht – dafรผr nach dem Co-op Besuch die Regenjacke: Es regnete wรคhrend zirka zwei Kilometern nochmals heftig! Ein Umstand, den sich in der Schweiz aufgrund der nรคchsten heranrollenden Hitzewelle wohl viele wรผnschen wรผrden! Nun, ich muss mit ca. 25 Grad tieferen Temperaturen und feuchtem Wetter klarkommenโ€ฆ

Zu Beginn hatte ich noch schรถnen Rรผckenwind – aber ich wusste, dass ich nach knapp 30 Kilometern die Fahrtrichtung von Sรผdost zu Sรผdwest รคndere und ich von dort aus den Wind im Gesicht spรผren werde. Daher genoss ich diese Passage, die ich zuerst auf der Hauptstrasse und spรคter auf dem Radweg Nr. 7 zurรผcklegte. Diesem Radweg folgte ich grundsรคtzlich den ganzen Tag – zwischen Clydebank und Paisley nahm ich jedoch eine acht Kilometer lange Abkรผrzung. Der Radweg geht fast bis in das Zentrum von Glasgow hinein und erreicht Paisley nach einem grossen Bogen erst nach 25 Kilometern. So fuhr ich nahe am Rollfeld des Glasgower Flughafens vorbei und sah die Flieger aus der Nรคhe starten und landen.

Ab Paisley folgte der Veloweg wรคhrend vielen Kilometern mehrheitlich einer stillgelegten Bahnstrecke, wo ich auch zรผgig vorankam. In Lochwinnoch musste man aber vom Trassee weg hinunter an das Ufer vom Castle Semple Loch – und danach folgte ich bei einer Gabelung den falschen Radwegweisern. Ich bemerkte es glรผcklicherweise rasch und sah, dass ich auf der Hauptstrasse vor mir rechts abbiegen kann anstelle zurรผckzufahren. Nun, schlussendlich musste ich doch zurรผckfahren, denn der Radweg geht auf einem Viadukt รผber die Hauptstrasseโ€ฆ

Wenige Kilometer spรคter war der Bahnradweg zu Ende, und ein Kรผstengebirge musste รผberwunden werden. Aber eben, die Beine wirbelten da wie wild! Eigentlich wรคre es da bei diesen kleinen Anstiegen auch mal Zeit fรผr eine Mittagspause gewesen, doch eine dunkle Wolke liess mich weiterfahren. Erst als ich mich in der leichten Abfahrt befand, traute ich mich nach Kilwinning bei einer Sitzbank anzuhalten – und kaum hatte ich Salat und Sandwich aus der Tasche gepackt, begann es zu regnenโ€ฆ Zum Glรผck nur ganz kurz und nicht heftig – und danach wรคrmte gleich die Sonne wieder leicht.

In Irvine erreichte ich die Kรผste – Firth of Clyde – und der Radweg folgte dieser mehr oder weniger. In Prestwick war der Radweg wirklich direkt neben dem Wasser – und der heftige Wellengang sorgte dafรผr, dass es da und dort auf den Rad- und Fussweg spritzte. Auch in Ayr folgt der Radweg direkt der Kรผstenlinie – den Kampf gegen Wind und Wasser wollte ich mir da aber nicht mehr antun und ich nahm eine etwas direktere Linie zwischen den Hรคuserschluchten.

Im letzten Co-op vor dem Campingplatz ging ich noch einkaufen, und von dort aus gab es drei mรถgliche Routen: Der Radweg Nr. 7 schied schon gestern Abend aus, denn da gibt es 200 Hรถhenmeter mehr zu erklimmen als auf den 17 Kilometern der Kรผstennรคhe entlang. Eben, Kรผstennรคhe: Wegen dem zu erwartenden Gegenwind vielleicht nicht die beste Idee? Organic Maps zeigte mir noch eine westlichere Alternative im Landesinnern mit identischer Distanz und Hรถhenmetern wie die Kรผstenroute – also nahm ich diese. Und vermutlich hatte ich da erst noch weniger Verkehr als der Kรผste entlangโ€ฆ

So traf ich schon gegen 17.00 Uhr beim Campingplatz ein – bei dieser Distanz bin ich davon ausgegangen, dass ich wesentlich lรคnger unterwegs sein werdeโ€ฆ Mein Platz ist etwas windgeschรผtzt an der Sonne, so dass ich nach Zeltaufbau und Dusche gleich ins Zelt ging, wo es angenehm warm war. Als die Sonne hinter Wolken verschwand, habe ich aber rasch die Apsis geschlossen, um nicht zu frieren!

Bei der anschliessenden Planung fรผr den morgigen Tag musste ich feststellen, dass es keine passenden Stellplรคtze fรผr mein Zelt in jener Gegend gibt, wohin ich auf der Route kommen kรถnnte. Daher werde ich morgen auf ziemlich direktem Weg nach Cairnryan fahren und auf der nรคchsten Insel nรคchtigen.


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