Um 5.15 Uhr klingelte wie รผblich der Wecker. Nur ging ich heute nicht sofort unter die Dusche und danach zur Arbeit, sondern las zuerst einmal die Zeitung und ging erst danach unter die Dusche. Anschliessend packte ich die letzten Sachen in meine Packtaschen, kรผmmerte mich nochmals um die Hinterradbremse und belud mein Fahrrad.
Kurz vor 8 Uhr trat ich in die Pedale mit dem Ziel, 90 Minuten spรคter am Badischen Bahnhof in Basel zu sein. Dieses Ziel schaffte ich erstaunlich problemlos – die letzten Einstellungen an der Hinterradbremse waren offensichtlich erfolgreich und die Bremse schleift nicht mehr an der Felge. So rollt es sich natรผrlich besser!
Ich war nicht der Einzige, der heute sein Fahrrad im Zug mitnahm. Im kleinen Abteil waren bis zu 14 Zweirรคder und 3 Kinderwagen untergebracht, die Zugbegleitern managte das hervorragend. So viele Fahrrรคder in einem Zug kann sich bei der SBB wohl niemand vorstellen…
Eigentlich war ich der Meinung, dass Singen der Endbahnhof meiner Verbindung ist – war es aber nicht. So war ich รผberrascht, dass dort nur ich aussteigen wollte… Und da ich als Dritter mein Fahrrad verladen habe, war das Aussteigen etwas tรผckisch… Gemeinsam schafften wir mein Velo und Gepรคck aber doch noch rechtzeitig aus dem Waggon.
Nach dem Prolog von knapp 40 Kilometern begann nun die eigentliche Fahrradtour. Rasch fand ich den zuvor ausgesuchten Radweg, verlor diesen zwischendurch aber wieder aus den Augen. Bald war ich aber in Radolfszell, nahm dort noch eine Abkรผrzung รผber einen Hรผgel – und krampfte mich da im 1. Gang mit Mรผh und Not hoch. Die e-Biker flogen da fรถrmlich an mir vorbei, aber die lasse ich dafรผr auf der Ebene und erst recht bergab hinter mir!
Spรคter genehmigte ich mir auf einer Parkbank noch einen kleinen Nachmittagsschlaf, bis der Schatten des Baumes zu weit gewandert war. An der prallen Sonne zu liegen ist derzeit definitiv zu heiss! Velofahren geht da mit dem Fahrtwind bedeutend besser!
Kurz nach 16 Uhr war ich bereits in Friedrichshafen, schon viele Kilometer weiter als fรผr heute erhofft. Dort rollte ich dann auf den Campingplatz und suchte mir auf der Zeltwiese ein Plรคtzchen, wo ich fรผr den spรคteren Nachmittag Schatten erhoffte. Der kam auch tatsรคchlich – und wenig spรคter zogen Wolken auf, so dass es auf dem ganzen Platz schattig war.
Ich habe einige elektronische Gerรคte und entsprechend viele Kabel dabei. Aber wo ist das Kabel, mit dem ich die Fotokamera mit dem Laptop verbinden kann? Fรผr heute habe ich diese Suche aufgegeben, daher muss ich die Bilder spรคter ergรคnzen. Morgen werde ich als Backup wohl noch ein paar Fotos mit dem Handy machen mรผssen.


















