Do 15.10.2026 | Genova – Lavagna

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Via

  • Sottocolle
  • Gattorna
  • Chiavari

Infos

  • 67 km
  • 4:07 h
  • 5.5 l
  • Hotel
  • Hotel Ancora Riviera
  • EUR 72.00 (inkl. Frühstück)

Strava

Nach dem gestrigen langen Ritt habe ich für heute deutlich weniger Kilometer eingeplant – und schlussendlich wurden es auch viel weniger Höhenmeter als befürchtet; ich hatte mit über 1’000 Höhenmetern gerechnet, aufgrund bewusster und unbeabsichtigter Fahrfehler wurden es „nur“ knapp 700…

Als ich das Hotel verliess, war die Rezeption noch nicht besetzt. Sie scheinen aber mit mir zufrieden gewesen zu sein, denn am Abend erhielt ich einen 15 Prozent-Rabatt für die nächste Übernachtung… Nach kurzer Zeit war ich wieder auf der Route am Meer, die ich gestern nach der verpassten Abzweigung zum Hotel bereits befahren hatte. Auf dem unebenen Untergrund rüttelte es mich wiederum durch, doch immerhin waren im ersten Anstieg weniger Touristen auf der Strasse – so kam ich da ein wenig rascher voran!

Auf dem weiteren Weg zum Bisagno, dessen Flusslauf ich anschliessend folgte, holte ich ein Tourenfahrrad-Pärchen ein, dessen Sprache ich hervorragend verstand. Da ich da gleich nach links abbog und grün hatte, während sie später rechts abbiegen wollten, kam es zu keiner Unterhaltung und ich konnte ihnen nur eine schöne Reise wünschen.

Mehr als zehn Kilometer gibt es beidseits des Bisagno eine Strasse, und der heruntergeladene Track mit dem Radweg wechselt munter von einer Flussseite zur anderen. Ich blieb aber die ganze Zeit auf der gleichen Seite und hatte den Fluss immer rechts neben mir – auf einem Abschnitt mit teilweisem Fahrverbot musste ich einfach einen Bus oder ein Taxi imitieren… Erst als sich die beiden Strassen vereinigten, hörte die permanente Bebauung auf und ich war in einem tiefen, grünen Tal – wobei ich praktisch die ganze Zeit eine Betonwand neben mir hatte. Zudem wurde es steiler: Waren es zuvor 1-2 %, stieg die Strasse nun mit 5 % und mehr an. Es waren daher wieder kleinere Gänge notwendig, doch ich kam besser voran als erwartet. Hätte ich die ursprünglich geplante Route genommen, wäre ich sicher nicht so rasch vorangekommen; als ich mal auf der Karte meine Position kontrollierte, stellte ich fest, dass ich vor ein paar Kilometern hätte rechts abbiegen und auf der anderen Talseite hochfahren müssen. Zurückfahren war für mich aber keine Option, weshalb ich mir schlussendlich über 300 Höhenmeter ersparte.
Fast hätte ich noch weniger Höhenmeter gemacht, aber die erste Abzweigung nach Chiavari war für Velofahrer gesperrt. Also musste ich diesen Tunnel rechts liegen lassen und nochmals vier Kilometer weiter bergauf fahren. Erst in Sottocolle durfte ich durch den kurzen Scheiteltunnel fahren. Für den motorisierten Verkehr ist der Tunnel weiter unten definitiv die favorisierte Variante, denn auf den ersten Kilometer der Abfahrt hatte ich die Strasse für mich alleine!

Nach dem Mittagessen – das letzte Viertel Pizza Napoli von gestern Abend – ging es weiter bergab, nun war es aber nicht mehr so steil und ich musste nun treten (die obersten Kilometer waren genau steil genug, dass ich es rollen lassen konnte, ohne viel bremsen zu müssen). Bei Gattorna musste ich aber eine Vollbremsung vornehmen: Eine ältere Damen in einem Rotkreuz-Auto holte mich ein und bog rechts auf einen Parkplatz ab, als sie neben mir war! Ist die unterbeschäftigt und muss sich Patienten beschaffen, die sie pflegen kann?!?

In diesem Tal gibt es auch einen Radweg, die Abzweigungen dorthin habe ich geflissentlich ignorierte – es rollte so gut auf der Hauptstrasse und der Verkehr war überschaubar. Erst nachdem ich nach 53 Tageskilometern den Tour-Kilometer 8’000 erreicht hatte, gab ich dem Radweg eine Chance. Nach einem Kilometer kehrte ich aber wieder um und fuhr auf der Hauptstrasse weiter, denn der Radweg bog auf einen üblen Schotterabschnitt ab.

In Chiavari fuhr ich zuerst an die Küste und fand dort gleich einen kleinen Park mit Bänken. Vom Campingplatz ein Dutzend Kilometer weiter, den ich in der Mittagspause kontaktiert hatte, war die Antwort über freie Plätze noch ausstehend. Daher entschied ich mich für die Hotelvariante auf der anderen Flussseite in Lavagna, die ich gestern Abend evaluiert hatte. Und weil ich direkt im Hotel buchte, war die Übernachtung mit Frühstück nochmals EUR 10 günstiger als auf der Online-Plattform.

Nach dem Einchecken lief ich noch kurz durch Lavagna und machte ein paar Einkäufe, danach ging es in mein Zimmer zur weiteren Tourenplanung. Für morgen habe ich schon mal ein Hotel in La Spezia reserviert, so dass ich am Samstag Pisa eintreffen sollte.


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