Mo 12.10.2026 | Montauroux – Nice

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Via

  • Le Tignet
  • Mandelieu-la Napoule
  • Cannes
  • Antibes
  • Villeneuve-Loubet

Infos

  • 75 km
  • 4:31 h
  • 5.5 l
  • Hotel
  • Hôtel Danemark
  • EUR 51.35

Strava

Entweder hatten die Mücken genug vor mir oder sie gehen früh schlafen – jedenfalls hatte ich gestern Abend ab 19.00 Uhr Ruhe und ich konnte meine Sachen im Zelt verstauen, ohne dass eines dieser Viecher ebenfalls einen Weg ins Zelt fand.

Heute Morgen fuhr ich zuerst zum Einkaufen, damit ich eine Mittagsverpflegung und Sirup dabeihabe. Den E. Leclerc habe ich gestern von aussen gesehen, sonntagnachmittags sind die Supermärkte in Frankreich geschlossen. Der Umweg dorthin war kurz und eben, so dass ich rasch wieder auf die Veloroute 8 einbog.

Diese verlangte mir am Vormittag nochmals alles ab! Nach einem kurzen Anstieg folgte eine fünf Kilometer lange Abfahrt, in der ich es noch gemütlich rollen lassen konnte. So hatte ich die ersten zehn Kilometer noch rasch zurückgelegt. Für die nächsten 14 Kilometer benötigte ich jedoch 80 Minuten, obwohl ich an dessen Ende schon fast auf Meereshöhe unten war! Zunächst war die zuvor vernichtete Höhe wieder zurückzugewinnen, es ging hinauf nach Le Tignet. Auf einer steilen Betonpiste ging es anschliessend ständig bremsend wieder bergab, und auch dieser Höhenverlust musste wieder kompensiert werden. Nach einem letzten Anstieg folgte die finale Abfahrt – aber diese war auf einem steilen Naturweg angelegt, die mit tiefen Furchen und grossen Steinnestern zusätzliche Herausforderungen bot und daher auch nur sehr langsam befahren werden konnte. Ich habe diesem Weg doch noch zwei positive Eigenschaften anschreiben lassen: Erstens konnte ich von dort aus einen ersten Blick auf das Mittelmeer werfen, und zweitens musste ich diese Piste immerhin nicht hinauffahren bzw. -schieben!

In der Talsohle angekommen, ging es die letzten Kilometer zur Küste meistens ganz leicht bergab, meist auf einem separaten Veloweg, manchmal auch auf der vielbefahrenen Hauptstrasse. Wenige Hundert Meter vor der Mittelmeerküste legte ich in Mandelieu-la Napoule meine Mittagspause ein – und ich hatte da noch nicht mal 40 Tageskilometer auf dem Zähler!

Nach dem Mittagessen ging es aber flach der Mittelmeerküste entlang, zuerst durch Cannes, anschliessend durch Antibes. In Villeneuve-Loubet wollte ich mein Zelt aufstellen, denn bei meiner Recherche nach offenen Campingplätze gab es auf diesem Streckenabschnitt genau drei Plätze, die im Oktober geöffnet sind: Einer in Mandelieu-la Napoule, einer 25 Kilometer weiter in Villeneuve-Loubet und einer weitere 45 Kilometer weiter in Menton. Aufgrund der vielen Touristen, die ich heute an den Stränden gesehen habe, ist es schlicht unfassbar, dass alle anderen Campingplätze ihre Saison bereits beendet haben! Vermutlich sind die Preise im Sommer so hoch, dass sie ausgesorgt haben…

Nun, der geöffnete Campingplatz in Villeneuve-Loubet war komplett ausgebucht, weshalb ich auf booking.com eine andere Unterkunft suchte – und in Nizza, elf Kilometer weiter, auch etwas Günstiges fand! Vermutlich ist das ein Last-Minute-Angebot, denn gestern Abend habe ich diese Unterkunft noch nicht gesehen…

Bevor ich wieder losfuhr, habe ich mit meiner Handpumpe noch etwas Luft in den Vorderreifen gepumpt – leider bringe ich damit nicht die 5 bar rein, die ich gerne hätte. Nach wieder über 1’000 Kilometern ist sicher etwas Druck aus den Reifen entwichen, weshalb ich gestern und heute an allen Veloreparaturstationen angehalten habe, die ich gesehen habe. Leider sind diese Pumpen meist defekt; bei den ersten drei Stationen war das schon zu sehen, bevor ich überhaupt mit Pumpen begann. Die letzte war vielversprechend – mit dem Ergebnis, dass ich danach deutlich weniger Luft im Reifen hatte als zuvor…

In Nizza habe ich mich zu fest auf mein Navigationsgerät verlassen, um das Hotel zu finden: In einem Bogen ging es bergauf, danach musste ich links abbiegen. Es ging auf einem Fussweg wieder diesen Hügel hinunter zum Ziel der Route – auf der Rückseite des Hotels! Die Zufahrt zum Hotel wäre schon am Fuss des Hügels viel einfacher zu erreichen gewesen. So musste ich das Fahrrad zweimal um sehr enge Abschrankungen hindurchbringen…

Morgen werde ich die Veloroute 8 verlassen. In Italien geht diese nördlich via Turin weiter, während ich an der Küste bleiben will. Aber schon auf französischem Boden habe ich heute eine Alternativroute mit deutlich weniger Höhenmetern ausgearbeitet. Vermutlich werde ich dafür an der einen oder anderen Ampel mehr warten müssen…


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