Heute Morgen sah ich ein Mail, dass meine Homepage auf die neuste WordPress-Version aktualisiert wurde. Ich wollte rasch prรผfen, ob alles noch richtig angezeigt wird – doch anstelle der Startseite kam eine Fehlermeldung! Hat das Update meine Homepage zerschossen?!? Auch als ich etwas spรคter nachschaute, wurde dieselbe Fehlermeldung angezeigt. Daher waren meine Gedanken am Vormittag bei der Homepage, ob sich die Installation selbst repariert oder ob ich ein Backup einspielen muss – und bei Letzterem, wieviel Text und Bilder ich wohl wieder hinzufรผgen muss. Was war ich daher froh, als bei der Mittagspause die Homepage wieder korrekt angezeigt wurde!
Am Morgen gab es noch einen anderen Schreck: Kurz nach 6 Uhr zog ein Regenschauer รผber den Campingplatz und benetzte das in der Nacht abgetrocknete Zelt wieder! Zum Glรผck gab es nicht so viele Tropfen, so dass das Zelt wieder trocken war, als ich es einpackte.
Wie gestern fuhr ich gegen 8 Uhr los; da ich nun mehr Kraft in den Beinen habe und es morgens kรผhl ist, kann ich die Startzeit um eine Stunde nach hinten schieben. So konnte ich bereits im Kurzarmhemd starten – das Thermo-Unterhemd blieb aber wieder den ganzen Tag am Kรถrper.
Die Strecke ging zuerst mehr oder weniger der Kรผste entlang (den Atlantik habe ich von der Strasse aus nicht oft gesehen), spรคter eilte ich auf einer Schnellstrasse Sligo entgegen. Nach Sligo fuhr ich ein paar Kilometer auf dem internationalen Fahrrad-Fernweg, den ich in der Planung eigentlich als Fahrstrecke vorgesehen hatte. Ich nahm heute aber etliche Abkรผrzungen, da es zwischen Sligo und Ballina keine geeigneten รbernachtungsmรถglichkeiten gibt. Daher fuhr ich nach Coolaney geradeaus in Richtung Sรผdwesten, wรคhrend der Radweg nach Norden abbiegt und in einem grossen Bogen beim Lough Talt wieder auf meine aktuelle Route einbiegt – und gleich danach nochmals einen grossen Bogen macht, um nach Ballina zu gelangen.
Wie erwรคhnt fuhr ich auf der schmalen Strasse geradeaus, im Gegenwind รผber einige Wellen – wieder ein intensives Intervalltrainingโฆ Zum Lough Talt gab es einen lรคngeren Anstieg, der aber nicht allzu steil war. Die Strasse folgte dem Ufer des Sees, und danach ging es weiter bergauf – die Landschaft hier oben war ganz anders als sonst in Irland: Keine Hecken, kaum Bรคume, keine Schafe – fast wie in einem schwedischen Fjรคll.
Die Abfahrt hinunter nach Ballina war nicht steil, so dass mit dem Gegenwind dennoch Muskelkraft notwendig war. Dabei fiel mir auf, dass viele Flaggen vom County Mayo – der portugiesischen Fahne รคhnelnd – zu sehen war. Auf dem Campingplatz fragte ich die Rezeptionistin nach dem Grund und sie konnte mir freudig erklรคren, dass die Mannschaft vom County Mayo letztes Wochenende das Finale von Gaelic Football, dem irischen Nationalsport, gewonnen hat – erstmals wieder seit 75 Jahren. Daher herrscht eine grosse Freude im ganzen County.
Die Planung fรผr Morgen bereitete mir wieder einiges an Kopfzerbrechen. Am Nachmittag ist Regen zu erwarten, und der nรคchste Campingplatz auf der Originalstrecke ist viel zu weit weg. Daher nehme ich wieder eine Abkรผrzung und fahre nur eine kurze Tagesetappe – diese aber vermutlich im heftigen Gegenwind. Und das nicht funktionierende WLAN sowie die kaum vorhandene Netzabdeckung machten das Ganze elend langwierig!


















