Mi 22.07.2026 | Edinburgh – Leuchars

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Via

  • Forth Bridge
  • Kinross
  • Glenrothes
  • Ceres
  • Strathkinness
  • Balmullo

Infos

  • 112 km
  • 7:28 h
  • 6.00 l
  • Hotel
  • Ye Olde Hotel
  • GBP 53.15

Strava

Entweder sind die Schotten um 7.00 Uhr noch im Bett oder bereits im Bรผro bei der Arbeit – jedenfalls waren die Strassen beinahe leer, als ich die Stadt durchquerte. So kam ich rasch am Schloss vorbei (hatte ich beim letzten Besuch in Edinburgh besichtigt) und erfreute mich den weiteren Bauten, an denen ich vorbeifuhr. Die Stadt verliess ich sehr gemรผtlich auf einem ehemaligen Bahntrassee.

Als nรคchstes galt es, ans gegenรผberliegende Ufer zu kommen. Dazu benutzte ich die Forth Bridge, welche eine separate Fussgรคnger- und Fahrradspur hat. Sonst fuhren nicht viele Fahrzeuge รผber die gewaltige Brรผcke – allenfalls wegen den Unterhaltsarbeiten? Die Autobahnbrรผcke auf der einen und die Eisenbahnbrรผcke auf der anderen Seite waren verkehrsreicher. Jedenfalls fragte ich mich, ob ich wirklich Sรผsswasser vom Fluss Forth unter mir habe, oder nicht doch Meerwasser?

Der Radweg benutzte nun sehr verkehrsarme Strassen, und es ging stetig bergauf. Was war ich froh, als es wieder hinunterging – und ich war noch glรผcklicher, dass ich nicht in der Gegenrichtung unterwegs bin, denn die Abfahrt war deutlich steiler! Da kreuzte ich auch ein Tourenfahrer-Pรคrchen mit fast so viel Gepรคck wie ich, die mรคchtig keuchten, wรคhrend ich an ihnen vorbeizischte!

Auf der Abfahrt genoss ich auch die Ausblicke auf den Loch Leven, den ich bei Kinross erreichte. Dort war gleich zu Beginn die Navigation nicht einfach: Die haben kรผrzlich umgebaut, nebenan sind sie immer noch am Bauen. Daher stimmte meine Karte nicht mit der Ist-Situation รผberein, und Radwegweiser waren auch (noch) keine montiert. Schlussendlich fand ich eine Lรถsung, um auf dem Radweg weiterzukommen und schรถn flach dem See entlang zu fahren. Dabei legte ich auch meine Mittagspause ein.

Wieder auf der Hauptstrasse habe ich wieder ein Radwegschild verpasst oder es hat gefehlt, denn als meine Position auf der Karte kontrollierte (folgt der Radweg wirklich so lange dem Loch Leven?), stellte ich mit Schrecken fest, dass ich vor รผber 3 Kilometern hรคtte abbiegen sollen! Soll ich die Strecke zurรผckfahren, oder gibt es eine alternative Route? Nun, ich nahm die Alternative und fuhr sรผdlich um den Hรผgel anstelle nรถrdlich. Das waren ca. 4 Kilometer weniger Strecke als wenn ich zurรผckgefahren wรคre – und langsamer als auf der Originalroute war ich sicher nicht! Die Strassen wurden unlรคngst frisch asphaltiert, und mit leichtem Rรผckenwind konnte ich die wenigen kleinen Wellen mit hohem Tempo durchdrรผcken. So war ich in deutlich weniger als einer Stunde 17 Kilometer weiter wieder zurรผck auf dem Radweg – und da ging es natรผrlich gleich wieder steil bergaufโ€ฆ Immerhin war dieser Abschnitt auch frisch asphaltiert worden!

Auch wenn es spรคter etwas rascher weiterging, hatte ich das Gefรผhl, dass es stets mehr bergauf als bergab ging. Nun, das liess sich auch durch einen Blick auf die Hauptstrasse weit unten im Tal auch bestรคtigen! Immerhin ging es einmal auch durch eine kleine Schlucht bergab in Richtung Hauptstrasse – aber nur, um unten wieder zu wenden und den Hรผgel wieder hochzukletternโ€ฆ

Wettertechnisch verhielt sich das Verhรคltnis von Sonne zu Wolken fast umgekehrt zu gestern: Wรคhrend gestern die Sonne nach einem Morgengruss hinter den Wolken verschwand und sich erst kurz vor Edinburgh wieder zeigte, gab es heute am Nachmittag weniger Schattenwurf. Na ja, bis Freitagabend soll es noch trocken bleibenโ€ฆ

In Strathkinness stand ich vor der Wahl: Soll ich geradeaus weiterfahren nach St. Andrews, dort einkaufen und in einem Bogen wieder in die Gegenrichtung zu fahren, oder links abbiegen und somit die Abkรผrzung nehmen, dafรผr zum Einkaufen den Umweg รผber Balmullo nehmen? Gestern Abend hatte ich mich fรผr Balmullo entschieden, doch nun war es erst kurz nach 15 Uhr und nur noch wenige Kilometer zum Etappenziel – St. Andrews wรผrden netto zu etwa 5 Kilometern mehr fรผhren. Schlussendlich traf ich die Entscheidung mit Hilfe meines Schweisstuches: Ich hielt es in die Luft, und da sah ich sofort, dass ich bei der Rรผckkehr von St. Andrews fรผr etliche Kilometer mit viel Gegenwind rechnen musste. Auf dem Weg nach Balmullo wird es zwar auch Gegenwind geben, aber da werden meine Taschen noch nicht randvoll mit Lebensmitteln gefรผllt sein!

Also nahm ich den Shortcut, der schรถn bergab ging, durch die nรคchste Ortschaft und dann im Gegenwind hinauf nach Balmullo. Nach dem Einkauf konnte ich es schรถn wieder zurรผckrollen lassen und checkte in der gestern gebuchten Unterkunft ein. Leider haben sie ein Internet-Problem, das sie noch nicht lรถsen konnten/wollten, so dass ich die Planung fรผr morgen auf dem Handy machen musste. Auch morgen Abend wird es wieder ein Hotel geben, denn der einzige Campingplatz in der Gegend, der auch Zelte zulรคsst, ist bereits voll.


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