Gestern Abend habe ich noch den ersten Newsletter dieser Tour mit den Juni-Highlights versendet. Wer also den Newsletter abonniert aber nicht erhalten hat, muss im Spam-Ordner nachschauen. Der Juli-Newsletter wird voraussichtlich irgendwann im August versendet.
Letzte Nacht hat es soweit abgekühlt, dass ich erstmals auf dieser Tour das Zelt feucht einpacken musste. Das wird in den kommenden Monaten und Jahren aber eher der Standard sein und ein trockenes Zelt die Ausnahme…
Kurz vor sieben Uhr ging es los, die ersten Meter kannte ich ja gestern von der Anfahrt (gleich in der Abfahrt Tempo aufnehmen für den anschliessenden Anstieg und hoffen, dass unten im Loch niemand von rechts um die Hausecke kommt und auf die Strasse fahren will). Auf neuem Terrain folgte eine längere Abfahrt – und dann kam die Wand! 70 Höhenmeter waren auf kurzer Distanz zu überwinden, davon mindestens 50 Höhenmeter einfach geradeaus den Berg hoch! Im Zickzack kraxelte ich hoch, es kamen zum Glück keine Autos entgegen (und jene, die hinter mir auf die Strasse kamen, fuhren bergab). Zum Schluss gab es noch weitere 10 Höhenmeter bis zur Kuppe, nun aber deutlich flacher. Nach etwas mehr als 4 Kilometern hatte ich so bereits wieder 110 Höhenmetern in den Beinen – auf den folgenden 110 km folgten „nur“ noch deren 350.
Es ging nun meist sanft bergab, zuerst entlang einer stillgelegten Bahnlinie (wobei teilweise ein Gleis noch besteht), danach dem Flusslauf der La Sambre folgend. Gleich nach Lobbes war es jedoch mit der Herrlichkeit vorbei, denn der Radweg war gesperrt und die Umleitung startete auf einem arg rumpelnden Steinpflaster bergauf – und danach war auch der anschliessende Radweg gesperrt. Gesperrte Radwege traf ich heute ausserordentlich oft an, und ich durfte mir die Umleitung in der Regel selbst suchen.
Schliesslich erreichte ich den Canal Nimy-Blaton-Péronnes, und nun ging es zumeist flach weiter. Ausnahmen waren in der Regel Radwegsperren, die es auf den ersten Kilometern noch gab, sowie einen Treppenübergang. Immerhin war dieser nicht so steil und nicht so hoch wie jener letzte Woche in Frankreich! So rollte ich verhältnismässig rasch Tournai entgegen, wo ich schon vor 16 Uhr eintraf.
Auf dem Campingplatz habe ich mir sogleich einen Stellplatz ausgesucht und das Zelt aufgestellt, um dann mit dem Fahrrad einen Kilometer weiter ins Einkaufscenter zu fahren und mich mit Verpflegung einzudecken. Ohne Gepäck ist das Fahrrad aber ganz schön instabil…


















