Fr 23.08.2019 | Nevers – Digoin

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Via

  • Decize
  • Cercy-la-Tour
  • Saint-Hilaire-Fontaine
  • Pierrefitte-sur-Loire

Infos

  • 128 km
  • 7:15 h
  • 7.00 l
  • Zelt

STRAVA

Trotz sternenklarer Nacht blieb es mild und das Zelt war am Morgen sowohl innen wie auch aussen trocken. Im Gegensatz zu gestern habe ich es daher wieder in der schwarzen Packtasche versorgt und nicht mit dem Gummizug draufgebunden.


Sonst bin ich immer der Erste, welcher sich morgens auf dem Campingplatz bewegt und abfahrbereit ist. Mit der Fahrrad-Community auf diesem Zeltplatz war ich aber nicht der Einzige, welcher die frischeren Morgenstunden auf dem Fahrrad geniessen will. Deshalb konnte ich ungewohnt viel Aktivitรคten ausmachen, als ich mein Nachtlager abbrach.


Erstes Ziel auf dem Tagesprogramm war Decize, wo der Radweg zwar sicher wunderschรถn durch die Innenstadt fรผhrt – wenn da nicht gerade Markt wรคre und man sich zu Fuss mit dem Fahrrad durch die Menschenmenge quetschen mรผsste!


Anschliessend ging es dem Canal du Nivermais entlang, wo ich bei einer Verzweigung von Radwegen meinem GPX-Track vertraute. Ein paar Kilometer spรคter hรคtte ich dann rechtwinklig abbiegen mรผssen, wo aber nichts mehr von Radweg angeschrieben war und ich diesen Richtungswechsel natรผrlich verpasste. Daher folgte ich weiter dem Radweg bis Cercy-la-Tour, von wo aus ich auf der Hauptstrasse zurรผck zu meiner blauen Linie in Saint-Hilaire-Fontaine fuhr. Nach diesem hรผgeligen Abschnitt machte ich auf einer schattigen Parkbank bei der Kirche von Saint-Hilaire-Fontaine meinen Mittagsrast.


Nun ging es auf dem Radweg noch hรผgeliger weiter, und die Sonne brannte unerbitterlich auf mein Haupt. Manchmal sah ich kaum mehr durch die Sonnenbrille, wenn der Schweiss in einer kurzen Abfahrt wieder trocknete…


Ein letzter Anstieg noch, dann geht es im rechten Winkel mehrheitlich bergab – oder zeigt der Radweg-Wegweiser doch geradeaus? Es ist nicht ganz klar, und so folge ich wieder dem GPX-Track. Nach ein paar weiteren Gegensteigungen fand ich doch noch den Talboden, und es ging auf einer festen Erdpiste weiter – zum Glรผck waren nur die ersten 10 Meter tiefgrรผndig! Als ich dort noch die Getrรคnkeflaschen wechselte, kam ein Bauer mit seinem Traktor vorbei und fragte mich, was ich hier mache – schliesslich sei dies eine Privatstrasse. Er hatte glรผcklicherweise Erbarmen mit mir und ich durfte weiterfahren…


Wenig spรคter erreichte ich die Voie Verte, welche bis Digoin fรผhrt – aber da drauf will ich sicher nicht bis zum Ende bleiben! Das sind ja mehr als 10 zusรคtzliche Kilometer gegenรผber meiner Planung! Tatsรคchlich gab es unterwegs eine Verbindungsbrรผcke zum Canal Latรฉral ร  la Loire, wohin ich auch wechselte und mit weniger Umwegen das Tagesziel erreichte.


Diese Strecke dem Kanal entlang habe ich bereits letztes Jahr zurรผckgelegt. Das Einzige, woran ich mich noch erinnern konnte, war aber lediglich die Kanalbrรผcke bei Digoin – und den Campingplatz natรผrlich. Ich glaube, letztes Jahr war ich auf dem Platz nebenan…


Wann hat es das schon einmal gegeben, dass ich auf zwei unterschiedlichen Radreisen am selben Ort รผbernachtete? In Oslo, ร–stersund und Mariestad war ich zwar im selben Ort, aber รผbernachtete in unterschiedlichen Hotels/JH/Campingplรคtzen. Nun bin ich „Wiederholungstรคter“ auf dem Campinplatz von Digoin!


Wรคhrend ich diese Zeilen schreibe, beobachte ich die einbrechende Dunkelheit. In meiner Planung stehen morgen zwar nicht viele Kilometer auf dem Programm, aber dafรผr kรถnnte es sehr spรคt werden.


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