Do 25.08.2011 | Filisur – Arosa

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Via

  • Thusis
  • Chur

Infos

  • 80 km
  • 6:15 h
  • 6.50 l

รœbernachtung

  • Zelt

Gestern Nacht habe ich zum ersten Mal seit langem mal nicht geschwitzt, es waren angenehme Temperaturen! Dazu hat sicher auch die Hรถhe von 1’100 Meter beigetragen. Nun, die heutige Nacht verbringe ich auf 1’700 Meter…

Als ich am Morgen losfuhr, machte ich den รผblichen Taschen-Check – wo ist denn mein Handy? Also die 300 Meter wieder zurรผck zum Campingplatz, doch dort lag es nirgends. Also das Geschรคfts-Natel hervorholen und anrufen. Und tatsรคchlich klingelte es im Zelt. Da ist es bis am Abend auch gut verstaut…

Am Zeltplatz fรผhrte auch der Radweg Nr. 6 vorbei, und dieser Route folgte ich bis nach Chur. Die Hauptstrasse bin ich da schon รถfters gefahren und gefรคllt mir sehr gut, vor allem um Reichenau herum. Aber heute habe ich ja Zeit, und warum nicht mal etwas Neues wagen? Nun, der Radweg war auch sehr interessant und abwechslungsreich und bereitete so viel Spass.

Ja, und dann war ich kurz vor 11 Uhr in Chur am Bahnhof- 24 Stunden zu frรผh! Ich will den 11:16 Uhr-Zug erst morgen nehmen…

Ich stรคrkte mich dann gleich noch in der Migros nebenan, bevor ich die letzte Bergwertung dieser Tour in Angriff nahm. Und diese Stรคrkung hatte ich auch bitter nรถtig! Nicht nur, dass ich die Anstrengungen รผber die Alpenpรคsse in den vergangenen Tagen in den Beinen spรผre – sie fรผhlten sich auf der Fahrt nach Chur ziemlich kraftlos an. Nein, nach Arosa geht es gleich steil los! Mein einziger Trost war, dass es nicht die ganzen 30 Kilometer so weitergehen kann, weil ich sonst von Chur (595 Meter) auf รผber 3’000 Meter hochfahren wรผrde!

Nach knapp 8 Kilometer sah ich weiter vorne einen Wanderwegweiser mit Hรถhenangabe stehen. Bitte bitte, es sollen da doch 1’000 Meter angezeigt werden! Oder doch wenigstens 950 Meter. Bitte bitte! Ich nรคherte mich langsam dem Wegweiser, und als ich die Hรถhe ablesen konnte, war ich perplex: 1’132 Meter! Kein Wunder, dass ich nicht vom Fleck komme!

Wenig spรคter wurde es dann endlich flacher, teilweise ging es sogar wieder leicht hinunter. Das hat mir sehr geholfen und habe mich entsprechend gefreut, aber morgen werde ich in der Gegenrichtung unterwegs sein…

Ab Lizirรผti jagte es mir dann aber nochmals den Puls hoch – der Rest vom Anstieg nach Arosa stand an. Und das รคhnlich steil wie zu Beginn in Chur unten! Dann war ich endlich in Arosa drin, und ich fuhr zum Campingplatz. Da werde ich morgen auf dem ersten Kilometer jedenfalls wieder krรคftig bergauf in die Pedale treten mรผssen!

Eines gilt es aber noch zur Strecke Chur-Arosa zu berichten: Ich glaube, da gibt es mehr Baustellen mit Lichtsignalen und Verkehrsregelungen als in ganz Italien! Wie viele waren es auf dieser Strecke? 6 oder 7? und auf den 1’100 Kilometern in Italien? Eins…

So verbringe ich nun den letzten Abend „on tour“ auf dem ruhigen Campingplatz, umzingelt von Berggiganten!


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