Zum Glück hatte ich gestern im Regen moralisch einen Durchhänger, denn gleich zu Beginn ging es heute bergauf – und das mit bis zu 10%! Da hatte ich heute Morgen schon Mühe hochzukommen, gestern wäre es wohl ein Ding der Unmöglichkeit gewesen…
Aber irgendwie steckt schon der Wurm drin, denn ich bringe die Kraft nicht auf die Pedale. Hat der Gigathlon als Saisonziel soviel Substanz geraubt, dass mein Körper soviel an Leistungsfähigkeit eingebüsst hat? Oder liegt es an der Ernährung? Oder haltet mich der Wind doch mehr auf, als ich ihm zugestehen will? Als ich heute bei einer Rast mal auf dem Rücken lag und den Himmel zwischen den Baumwipfeln betrachtete, peitschten die Wolken jedenfalls mit atemberaubender Geschwindigkeit vorüber…
Mein vor dem Start definiertes Tagesziel war deshalb rasch bestätigt: das gestern angestrebte Bad Schandau soll erreicht werden. Und nach vielen Aufstiegen rollte ich da kurz nach 11 Uhr auch ein – und machte sofort Halt beim Fahrradgeschäft. Danach nahm ich mir viel Zeit und installierte den neuen Fahrradcomputer. Nun sollte ich bei der Leistungsbestimmung nicht mehr auf Distanz- und Zeitschätzungen meinerseits angewiesen sein…
Kurz nach 13 Uhr rollte ich dann wieder los, nun flach der Elbe entlang. Praktisch an der Grenze zur Tschechischen Republik nahm ich eine kleine Fähre und setzte aufs andere (deutsche) Ufer über – und wieder einmal musste der Regenschutz ausgepackt werden… Glücklicherweise konnte man sich da bei einer Bahnunterführung noch unterstellen und das Ende des Gewitters abwarten. Schlussendlich fuhr ich dann zurück nach Bad Schandau, wo ich mich im am Vormittag reservierten Hotelzimmer einquartierte. Bei der Rückfahrt boten sich dann herrliche Blicke auf die Sandsteingebirge der Sächsischen Schweiz, die das Tal der Elbe hier begrenzen.


















