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28.07.18 Pontarlier - Goumois

83 km

   
via Gilley; Charquemont; Fessevillers

Timing war heute der entscheidende Faktor, und ich habe das fast perfekt hinbekommen!

Der Wetterbericht sagte für heute Regen voraus. Als ich um 02.30 Uhr den hell leuchtenden Vollmond am wolkenlosen Himmel sah, war ich zuversichtlich für einen trockenen Start. Keine 90 Minuten später prasselten die ersten Tropfen auf mein Zelt...

Es blieb zum Glück bei diesen wenigen Tropfen. Als ich aber vor 6 Uhr mein übliches Morgenritual begann, war Donnergrollen zu hören. Ich beeilte mich daher mit dem Morgenessen, zog mich rasch an, warf die gut verschlossenen Taschen aus dem Zelt und machte mich an den Zeltabbau. Den nun war das Donnergrollen deutlich näher, rings um mich herum, Blitze zuckten über den Himmel und das nahende Gewitter war deutlich spürbar. Das Zelt war verstaut, die Packtasche verschlossen - und dann entleerte sich die Gewitterwolke auf einen Schlag! Mit einem Sprint in den Sanitärblock rettete ich mich vor dem gröbsten Wasserschwall, doch etwas habe ich trotzdem abbekommen.

Nach der Morgenwäsche war es mir dann doch etwas zu dumm, im Sanitärblock das Ende vom nun etwas schwächeren Regen abzuwarten. Ich lief die paar Meter zum Empfang - und dort war ein Aufenthaltsraum, den ich gestern gar nicht bemerkt hatte.

Der Regen hörte dann ganz auf, so dass ich die Wasserflaschen füllen und das Fahrrad beladen konnte. Punkt 8 Uhr fuhr ich los - und noch vor der Ausfahrt vom Campingplatz suchte ich Unterschlupf in einem Unterstand. Es kam nochmals ein dreiminütiger Schauer von oben.

Danach war ich bald auf einer ehemaligen Eisenbahnlinie unterwegs, welche bis nach Gilley führte. Entsprechend waren die Steigungen moderat - bis auf drei oder vier Ausnahmen, wo es früher wohl Brücken über die Strassen gab. Nun steht oben eine Schikane, ca. 5-6 steile Höhenmeter weiter unten eine weitere, dann geht es über die Strasse, durch die nächste Schikane, und dann wieder 5-6 steile Höhenmeter hinauf zur nächsten Schikane. Jeweils ein immenser Kraftakt mit einem beladenen Velo!

Nach diesem Radweg ging es auf Nebenstrassen weiter, und die mit den Wolken kämpfende Sonne verlor zunehmend an Terrain. Es blieb aber trocken, bis ich um 11 Uhr einen tollen gedeckten Rastplatz sah. Dort ass ich das Mittagessen, schlief ein bisschen - und schlief dann noch ein bisschen länger, als der nächste Regenschauer über mir hinwegzog. Da hatte ich wirklich Glück gehabt mit diesem Rastplatz!

Gegen 13 Uhr fuhr ich weiter. Nun nieselte es zwar zwischendurch, doch der Regenschutz war nie notwendig. Am Schluss folgte noch eine 7 Kilometer Abfahrt zurück ins Tal vom Doubs, an dessen Ufer ich nun das Zelt aufgestellt habe. Aber auch diese Installation war zeitkritisch: Bei der Ankunft wurde der Regen wieder etwas stärker, so dass ich mich zuerst auf ein Bänklein im Trockenen setzte. Als der Regen aussetzte, kramte ich rasch das Zelt hervor, stellte es auf, schmiss die Taschen hinein und verzog mich selbst auch im Zelt, denn der nächste Schauer begann schon wieder. Nun hat sich ausbezahlt, dass ich am Morgen das Zelt trocken einpacken konnte, denn sonst hätte ich nun noch Stunden warten müssen, bis es innen trocken und bezugsbereit gewesen wäre.

Goumois ist ein geteilter Ort, ähnlich wie Rheinfelden. Ich befinde mich im französischen Teil, eine kleine Brücke führt über den Doubs zu Goumois in der Schweiz. Und hier hat mein Handy sogar wieder Schweizer Netzabdeckung!

 
                                         
                                         
                     
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