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26.07.12 Le Petit-Bornand-les-Glières - Genf

82 km

   
via St-Pierre-en-Faucigny; Scientrier; Monnetier-Mornex; Cruseilles; Archamps
Pässe Col des Pitons (1335m); Col du Mont Sion (786m)

War es das Wissen, dass heute der letzte Tag der Tour ist, welches mir gestern Abend dem Einschlafen im Wege stand? Oder das Finale vom Buch "Tartarus-Orakel" von Matthew Reilly, welches ich gestern zum zweiten Mal fertig gelesen habe - und wie alle seine Bücher superspannend ist? Jedenfalls wälzte ich mich um 23 Uhr immer noch im Zelt umher...

Heute verliess ich dann den Zeltplatz um 8 Uhr und ich fuhr weiter das Tal hinunter bis nach St-Pierre-en-Faucigny. Da ich mir für heute die eine oder andere weniger bedeutende Nebenstrasse ausgesucht hatte, galt es dort die erste Klippe zu umschiffen und die richtige Strasse zu erwischen. Aber mit den Angaben auf meiner Karte fand ich die richtige Abzweigung auf Anhieb, so wie ich auch sonst mit meinen beiden 1:200'000 Michelinkarten keine ungewollten Umwege habe machen müssen.

Bewusste Umwege habe ich natürlich schon in Kauf genommen, so auch heute. Sonst wäre ich ja bereits nach 35 Kilometer am Bahnhof in Genf gewesen und hätte nicht mal einen Pass auflisten können! So bog ich dann nach Monnetier-Mornex links ab, und da ging es dann gleich ziemlich steil hoch. Die Strasse war schmal, doch gut geteert, und der steile Teil vom Anstieg lag in einem schattenspendenden Wald. Nach einer Weile kam ich an einem Aussichtspunkt vorbei, wo man auf Genf hinuntersehen konnte, später war die Bergstation einer Seilbahn am Strassenrand und zum Schluss auch noch an einer Abzweigung zu einem Observatorium vorbei. Aber obwohl es steil war, sah ich keine Sterne...

Dann ging es plötzlich wieder runter - He, da oben war gar kein Schild, weshalb ich kein Gipfelfoto geschossen habe! Die Strasse führte aber weiter der Krete von Le Salève entlang, und bald begann es wieder zu steigen. Und so kam ich dann ein paar Kilometer doch noch zu meinem Gipfelfoto, als ich den Col des Pitons erreichte!

Von dort aus ging es dann hinunter nach Cruseilles, wo ich die Fahrtrichtung praktisch um 180 Grad wendete und nun definitiv nach Genf fuhr. Da war dann zuerst noch mit dem Col du Mont Sion der allerletzte Pass zu überqueren, und dann fuhr ich schon bald über die Landesgrenze und ins Zentrum von Genf. Dort war es dann gut zu wissen, dass der Bahnhof Cornavin heisst, so dass ich dann diesen Schildern folgte und kurz nach 14 Uhr vor dem Bahnhof stand. Ich fuhr dann auf die Rückseite, wo ich vor fast 3 Wochen problemlos rausgekommen bin, und als ich dort meine Tickets am Automaten löste, sah ich auf der Anzeige, dass ein Zug Richtung Bern zuoberst auf der Anzeigetafel angezeigt wird.

Ich beschwörte den Automaten eindringlich, endlich meine Tickets auszuspucken, und konnte mich dann endlich in den Bahnhof hineinbegeben. Dort sah ich dann aber, dass es sich bei diesem Zug um einen ICN handelt. OK, kein Stress mehr, denn in einem dieser blöden Züge will ich ja eh nicht fahren, weil dafür eine Platzreservation für mein Fahrrad vonnöten wäre. So hatte ich dann noch eine halbe Stunde Zeit, bis ein "richtiger" Zug in den Bahnhof einfuhr.

So schreibe ich denn nun diese Zeilen im Zug und blicke zurück auf eine tolle Tour, ohne Platten oder Defekte am Velo und auch sonst ohne grössere Pannen. Mit Ausnahme von einem Tag hatte ich herrliches Wetter, aber der Regentag kam genau richtig, um einen Ruhetag einzulegen. 29 Gipfelfotos habe ich geschossen, und unzählige weitere (kleinere) Steigungen waren zu bewältigen, so dass ich auf den 1400 km auch unzählige Höhenmeter zurückgelegt habe. Eine rundum gelungene Tour, von der ich nun glücklich und zufrieden nach Hause zurückkehre!

 
                            

                            

                     
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